Die Gender-Frage

In der heutigen Zeit, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind, tritt häufig die Frage nach Gleichberechtigung in der Sprache auf. In der Sprache werden meistens die grammatisch maskulinen Formen als die neutrale, allgemeine Form verwendet. Davon fühlen sich aber einige Frauen diskriminiert, daher suchen viele Studenten und Wissenschaftler nach Formen, die auch das weibliche Geschlecht eindeutig einschließen.

Es gibt dafür verschiedene Lösungen. So kann man sich zum Beispiel dafür entscheiden, alle Berufsbezeichnungen immer konsequent in beiden Geschlechtsformen anzugeben, z. B. Mitarbeiter/‑innen. Das ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn man über die gesamte Arbeit konsequent darauf achtet, dass wirklich alle Bezeichnungen in diesen zwei Formen auftreten, sonst tritt eine Inkonsequenz auf, die das Gesamtbild der Arbeit stört.

Feministinnen entscheiden sich manchmal für die zweite Lösung: alle Bezeichnungen nur in der weiblichen Form hinschreiben, z. B. Mitarbeiterinnen. Ich persönlich sehe diese Lösung kritisch, da hier wiederum eindeutig das männliche Geschlecht diskriminiert wird.

Die dritte Lösung ist einfach und elegant. Es wird weiterhin in der allgemein als neutral empfundenen maskulinen Form geschrieben und fügt in der Einleitung oder in einer Fußnote die kleine Anmerkung an, dass die maskuline Form beide Geschlechter gleichermaßen einschließt.

 

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